Das Verfahren

Posted in: , - Oct 09, 2010 No Comments

Die Installation wird in einer Halle von ca. 200 qm aufgebaut und besteht aus miteinander verbundenen Modulen, die Bewegungsmessung (Motion Tracking), Analyse und die Visualisierung ermöglichen. Die Bewegungen der Tänzer werden von einer Videokamera erfasst, die auf einer Höhe von ca. 4,5 m installiert ist und auf die tanzfläche gerichtet ist. Diese Kamera erfasst das Geschehen im Infrarot-Modus (IR) und ergibt ein Videostream in Echtzeit oder als Aufnahme, das weiterhin für Motion Tracking in MaxMSP überarbeitet so, dass die Körper der Tänzer als einzelne Objekt extrahiert werden kann. Aus der Bewegung dieses Körpers werden Werte der Bewegungs- und Formparameter extrahiert und an Processing geschickt. Im Processing werden diese Werte analysiert und als diverse Visualisierungen  in Form von generativen Grafiken für Projektionen im Raum mittels eine Beamers oder als Infografiken auf dem Bildshirm oder in PDF-Format ausgegeben.

Warum eigentlich

responsive performance environment?

Meine Lichtinstallation setzt sich aus drei Prozessen, Datenerfassung, Datenanalyse und Projektion zusammen. Diese Prozesskette ist uns aus dem alltäglichen Leben bereits bekannt, z.B. wenn wir an einem PC Daten eingeben, diese dann ausgewertet und anschließend auf dem Monitor dargestellt werden. Zusammengefasst lässt sich diese Prozesskette darstellen als „Input – Process – Output“. Schnell läuft man in Gefahr, diesen Vorgang als Interaktion zwischen zwei Akteuren, Menschen und Maschine, zu betrachten. Interaktion aber bezeichnet das wechselseitige Aufeinanderwirken von Akteuren oder Systemen7. Die vorgenannte Prozesskette „Input – Process – Output“ zeigt aber keine wechselseitige Wirkung. Ähnliches gilt für meine Lichtinstallation, zwar ist das Ziel, dass die Visualisierung der erfassten Daten das Verhalten des Tanzpaares oder des Zuschauers beeinflusst und verändert. Es findet aber keine direkte wechselseitige Wirkung auf die Installation statt, diese reagiert nur auf die Bewegungen des Tanzpaares und bildet sie visuell ab. Daher ist die Bezeichnung „Responsive Performance Environment“ die richtige Definition.

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