Angles

Diese Darstellungsweise stellt die Frequenzbereiche horizontal dar (ca. 8m.) und zeigt die aktuelle Intensität der jeweiligen musikalischen Linie, um den Blick des Betrachters in den Raum zu lenken. Die Höhe der Töne wird in Form von leicht asymetrisch versetzten Dreiecken visualisiert und bilden so durch die Intensität der Melodie einen Winkel.
Einstellungen der Ferequenzbereiche für das Stück “Oblivion” von A. Piazzolla

In dem Stück “Oblivion” gibt es 3 Gruppen, die abwechselnd die melodische Führung übernehmen. Das Bandoneón in tiefen Lagen ertönt mit dem Klavier. Celo und Guitare sind mal im Hintergrund auf der rhythmischen Ebene zu hören, mal treten sie vor und sind melodisch. Die Geige und das Bandonón in höheren Lagen klingen ähnlich und führen die Leitmelodie. So entstehen Verdichtungen und betonte Assymetrien links, rechts und in der Mitte des Raums.

Jeder Achse ist ein Frequenzenbereich zugeordnet. Obwohl eine genaue Trennung der Bereiche nach Musikinstrumenten nicht immer möglich war, habe ich versucht die melodischen Linien auf dem “Horizont“ so zu verteilen, dass der Blick im Raum maximal gelenkt wird. So wurden z.B. die “Bandoneón”- Frequenzen weit links, und das Klavier weit rechts platziert, um die Führung der Instrumente zu betonen. Das bedeutet, dass die Reihenfolge der “Instrumente” individuell für jedes Musikstück berücksichtigt wurde.

Die visuelle Leitung wandert in diesem Beispiel von links nach rechts.



Visualisierung mit Angles: “Molonga” von Astor Piazzolla.